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Rendite

Rendite! Rendite?

Ausschüttungen, Erlös, Ertrag, IRR, Rendite, Zinsen, Zinssatz: Ist das die Rendite? Ja und Nein! Die Diskussionen zu diesem Themenbereich werden immer wieder aufs Neue entfacht.

Dabei ist das einzige wirkliche Problem: Immer wieder werden unterschiedliche Begriffe und Sachverhalte mit einander vermischt. Das ist falsch und verursacht die anhaltenden und meist so unnötigen Diskussionen, die niemanden wirklich voran bringen. Mitunter kann man sich des Gefühls nicht erwehren, daß das so gewollt ist.

In verschiedenen Artikeln der letzten Jahre wurde diese Thematik aufgegeriffen: "Täuschung mit dem IRR", "Ungerechtfertigte Kritik am IRR" oder "Kapitalanlage wird schön gerechnet". Viele, auch versierte Leser fragen sich nach der Lektüre solcher Fachartikel: "Was will mir der Autor sagen?" Zur Klarheit und zum Verständnis wird durch solche Artikel nicht beigetragen!

Wir wollen hier keine neue Diskussion anstoßen, sondern den Versuch starten, Licht in das Dunkel bringen.

Begriffsklärungen

Im ersten Schritt sollen einige Begriffe erläutert werden. Die Definition der einzelnen Begriffe weichen in den einzelnen Lexika teilweise von einander ab. Gewählt wurde die jeweils verständlichste Definition.

Ausschüttungen

Sammelbezeichnung für Zahlungen wie Dividende, Bonus, Berichtigungsaktien, Gratisaktien u. dgl., die an die Anteilseigner einer Unternehmung ausgeschüttet werden. I.w.S. können auch Zinsen zu den Ausschüttungen gezählt werden.
Quelle: Deutsche Bank Bank- und Börsen-Lexikon

Erlös

Der Erlös ist der Gegenwert einer verkauften Ware oder Dienstleistung.
Quelle: Lexikon der Sparkasse Essen

Ertrag

Als Ertrag bezeichnet man Vermögenszuwächse und Schuldenabbau eines Unternehmens, die nicht durch andere Verluste oder Schulden ausgeglichen werden.
Quelle: Lexikon der Sparkasse Essen

IRR (interner Zinsfuß)

Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung. Es wird der Zinssatz gesucht, bei dem der Kapitalwert (NPV = Net Present Value) des Projektes (Investition plus die Summe aller abgezinsten Cash-Flows (Zahlungen)) gleich Null ist.
Quelle: www.wikipedia.de

Rendite

Gesamterfolg einer Kapitalanlage, gemessen als tatsächliche Verzinsung (Effektivverzinsung) des eingesetzten Kapitals.
Quelle: Bankenlexikon der Volksbank Karlsruhe

Renditemethoden

Finanzmathematische Formeln zur Berechnung der Rendite von Anlagen. Die sind zum Beispiel: IRR, MISF, VOFI, Vergleichskonto und weitere. Korrekt angewendet stehen Renditemethoden finanzmethematisch außer Zweifel.
Die am Häufigsten angewendte Methode ist der IRR (internal rate of return oder interner Zinsfuß). Auch das Bundesfinanzministerium verwendete die Methode bei der Prüfung gemäß §2b EStG.
Wichtig: Die nach einer dieser Methoden ermittelte Rendite ist nicht vergleichbar mit der Rendite einer anderen Methode oder anderer Kapitalanlagen wie z.B. der Verzinsung eines Wertpapiers!
Quelle: mkTEXT

Zinsen/Zinssatz

Preis für die zeitweilige Überlassung von Geld oder Kapital (Soll- oder Habenzinsen).
Quelle: Bankenlexikon der Volksbank Karlsruhe

Folgerungen

Schon die Erläuterungen der vorgenannten Begriffe machen deutlich: Jeder meint etwas anderes! Den Zinssatz für eine Geldanlage mit einem Erlös zu vergleichen oder einen Ertrag mit einer Rendite oder dem IRR verbietet sich allein schon deswegen!

Die Diskussion über die richtige Renditemethode bleibt ergebnislos. Auch der Ersatz einer Methode durch eine andere hilft nicht weiter.

Doch wie in der Praxis damit umgehen?

Äpfel mit Äpfeln vergleichen!

Will man zwei unterschiedliche Anlagen miteinander vergleichen, wählt man für beide Anlagen die gleiche Renditemethode.

Das Wichtigste ...

... für den Anleger ist: Um wieviel ist sein Vermögen gewachsen, wenn er das Engagement in seine Kapitalanlage beendet hat.

Gemeint ist sein Vermögenszuwachs unter Berücksichtigung

Der Anleger fragt sich: Habe ich nach Ablauf meiner Beteiligung beim Fonds 1 mehr auf meinem Konto oder beim Fonds 2?

Rendite und Vermögenszuwachs

Die Praxis zeigt: Rendite und Vermögenszuwachs gehen nicht Hand in Hand!

Anlagen mit geringem Vermögenszuwachs können eine hohe Rendite aufweisen und umgekehrt! Das bedeutet für eine korrekte und umfassende Beratung: Nicht nur die Rendite sondern auch den Vermögenszuwachs vergleichen!

Beratungshaftung

Bei Angabe einer Rendite ist immer darauf hin zu weisen, welche Renditemethode zur Anwendung kommt und daß diese Rendite mit der Rendite anderer Kapitalanlagen nicht vergleichbar ist.

Die Software mktFONDS brücksichtigt all diese Kriterien.